Bullenmast

Calcium und Phosphor für Rinder

Calcium und Phosphor für Rinder
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Inhalt4 Abschnitte
  1. Alle Futtermittel in die Rechnung aufnehmen
  2. Den Bedarf passend zur Tiergruppe beurteilen
  3. Mineralfutter nicht nach dem Namen beurteilen
  4. Ration prüfen und Änderungen abstimmen

Bei der Rinderfütterung zählt, wie viel Calcium und Phosphor das Tier mit der gesamten Tagesration aufnimmt. Zur Gesamtration gehören alle Futtermittel, die das Tier frisst: darunter Gras- oder Maissilage und Heu ebenso wie Kraftfutter und Mineralfutter. Ein einzelner Wert auf dem Sack Mineralfutter sagt deshalb noch nicht, ob die Versorgung des Rindes passt.

Ob die Versorgung passt, lässt sich nur beurteilen, wenn man die Gehalte aller Futtermittel und die tatsächlich gefressenen Mengen zusammen betrachtet. Für die Berechnung braucht man verlässliche Werte aus Futteranalysen oder Produktangaben. Die Rationsberechnung muss zur Tiergruppe und ihrer Leistung passen. Pauschale Zielwerte für alle Rinder wären irreführend.

Alle Futtermittel in die Rechnung aufnehmen

Calcium und Phosphor gelangen nicht nur über Mineralfutter in die Ration. Auch Grundfutter und Kraftfutter tragen dazu bei. Wer nur das Mineralfutter betrachtet, lässt einen Teil der Versorgung außer Acht.

Für eine verlässliche Berechnung braucht man die Nährstoffgehalte jedes Futtermittels und die tägliche Menge, die davon gefüttert wird. Bei selbst erzeugtem Grundfutter zeigt eine Futteranalyse die Gehalte. Bei zugekauftem Futter stehen sie in der Deklaration oder in den Herstellerangaben. Die berechnete Aufnahme hängt außerdem davon ab, wie viel das Tier tatsächlich frisst.

Beim Vergleich müssen die Werte auf derselben Grundlage angegeben sein. Häufig werden Nährstoffgehalte auf die Trockenmasse bezogen. Trockenmasse ist der Futteranteil, der nach Abzug des Wassers übrig bleibt. Ein Gehalt je Kilogramm Frischfutter lässt sich daher nicht direkt mit einem Gehalt je Kilogramm Trockenmasse vergleichen.

Den Bedarf passend zur Tiergruppe beurteilen

Eine Ration muss zur jeweiligen Tiergruppe passen. Milchkühe, trockenstehende Kühe und wachsende Rinder unterscheiden sich in Leistung und Futteraufnahme. Deshalb reicht es nicht, einen Calcium- oder Phosphorwert aus einer anderen Ration zu übernehmen.

Das Verhältnis von Calcium zu Phosphor allein zeigt ebenfalls nicht, ob das Tier ausreichend versorgt ist. Entscheidend ist, wie viel von beiden Mineralstoffen das Tier über die gesamte Ration aufnimmt und ob die Werte zum Bedarf der betreffenden Tiergruppe passen. Eine Fachkraft sollte bei der Rationsberechnung die Bedarfsvorgaben für die Tiergruppe und die tatsächliche Futteraufnahme berücksichtigen.

Mineralfutter nicht nach dem Namen beurteilen

Mineralfutter ist ein Teil der Ration. Wie viel Calcium und Phosphor es beisteuert, lässt sich nur aus den angegebenen Gehalten und der tatsächlich gefütterten Menge berechnen. Produktübersichten wie die von Bergophor zu Ergänzungsfuttern und Konzentraten geben einen Überblick. Für die Berechnung braucht man die Produktdeklaration und muss die Gesamtration einbeziehen.

Wechselt das Mineralfutter, berechnet man zunächst anhand der angegebenen Calcium- und Phosphorgehalte und der täglich gefütterten Menge, wie viel beide Mineralstoffe beitragen. Danach beurteilt man diesen Beitrag zusammen mit den übrigen Futtermitteln der Ration. Eine höhere Konzentration im Mineralfutter bedeutet für sich genommen noch nicht, dass die Gesamtration besser passt.

Ration prüfen und Änderungen abstimmen

Wer die Ration prüft, braucht eine Liste der Futtermittel, ihre Analysewerte oder Deklarationen und die jeweils gefütterten Mengen. Sind die Werte auf unterschiedliche Bezugsgrößen bezogen oder fehlen Angaben, sollte man sie nicht schätzen. Stattdessen braucht man eine passende Futteranalyse oder verlässliche Produktangaben.

Eine Ration sollte nicht allein wegen eines vermuteten Mangels oder einzelner Auffälligkeiten verändert werden. Solche Beobachtungen zeigen nicht, wie das Tier konkret mit Calcium oder Phosphor versorgt ist. Vor allem bei größeren Änderungen am Mineralfutter sollte eine Fütterungsberatung oder Tierärztin beziehungsweise ein Tierarzt die Ration mitprüfen.

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