Schweinefütterung

Wie schwer ist ein Schwein?

Schwein auf einer Tierwaage im Stall
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Wie viel ein Schwein wiegt, hängt vor allem davon ab, wie alt es ist und ob es zur Mast oder Zucht gehalten wird. Ein Ferkel wiegt beim Absetzen im Durchschnitt knapp 7 Kilogramm, ein Mastschwein bei der Schlachtung dagegen rund 120 Kilogramm Lebendgewicht. Eine Zuchtsau lässt sich nicht mit einem einheitlichen Richtwert beschreiben.

Das Lebendgewicht misst das ganze Tier vor der Schlachtung. Das Schlachtgewicht ist das Gewicht des warmen Schlachtkörpers, also des Tierkörpers nach dem Entfernen bestimmter Organe und Teile. Die Angaben lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen. Für die Schweinemast in Deutschland nennt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft für 2023 nach Angaben des Thünen-Instituts durchschnittlich 124 Kilogramm Lebendgewicht und 98 Kilogramm warmes Schlachtgewicht.

So unterscheiden sich die Gewichte

Tier und Zeitpunkt Gewicht
Ferkel beim Absetzen 6,8 kg Lebendgewicht
Ferkel am Ende der Aufzucht etwa 31 kg Lebendgewicht
Mastschwein bei der Schlachtung, Durchschnitt 2023 124 kg Lebendgewicht
Schlachtgewicht, Durchschnitt 2023, warm 98 kg

Die Ferkelwerte stammen aus den Angaben für 2023. Nach dem Absetzen werden die Tiere rund 55 Tage aufgezogen und erreichen dabei etwa 31 Kilogramm. Weitere Angaben zur Aufzucht von Sauen und Ferkeln erläutern diese Stationen.

Mastschweine kommen typischerweise mit etwa 30 Kilogramm in den Mastbetrieb und werden ungefähr mit 120 Kilogramm Lebendgewicht geschlachtet. Im Jahr 2023 dauerte die Mast laut Auswertung zur Schweinemast durchschnittlich 106 Tage.

Die EU-Definition bezeichnet ein weibliches Schwein nach dem ersten Wurf als Sau. Für ausgewachsene Sauen lässt sich kein einzelner Richtwert aus den Mastwerten ableiten. Das Gewicht hängt unter anderem vom Alter, vom Körperbau und von der Haltung der Sau ab. Wer das Gewicht einer bestimmten Sau wissen muss, braucht eine Wägung oder eine geeignete Schätzung anhand ihrer Körpermaße.

Warum Lebendgewicht und Schlachtgewicht auseinanderliegen

Beim Schlachten werden unter anderem Innereien entfernt. Das Schlachtgewicht ist deshalb niedriger als das Gewicht des lebenden Tieres. Das Schlachtgewicht umfasst den Schlachtkörper, nicht das ausgelöste, verzehrfertige Fleisch. Nach der Fleischgesetz-Durchführungsverordnung werden Schweine spätestens 45 Minuten nach dem Stechen gewogen. Eine ausführlichere Definition des Schlachtgewichts beschreibt, welche Teile bei der Ermittlung abgezogen werden.

Der Anteil des Schlachtgewichts am Lebendgewicht heißt Ausschlachtung. Aus den genannten Durchschnittswerten ergibt sich rechnerisch: 98 ÷ 124 × 100 ≈ 79 Prozent. Das ist das Verhältnis dieser beiden Mittelwerte, keine zugesicherte Ausschlachtung eines einzelnen Tieres.

Ferkel, Mastschwein und Sau sind verschiedene Kategorien

Die Begriffe richten sich nicht allein nach dem Gewicht. Die EU-Richtlinie zur Schweinehaltung bezeichnet Tiere bis zum Absetzen als Saugferkel. Abgesetzte Ferkel heißen bis zum Alter von zehn Wochen Absatzferkel. Ab zehn Wochen werden Mastschweine bis zur Schlachtung und Zuchtläufer bis zum Decken unterschieden. Die EU-Regeln zur Schweinehaltung verwenden diese Begriffe für ihre Mindestanforderungen an die Haltung.

Das Gewicht allein zeigt also nicht immer, zu welcher Kategorie ein Schwein gehört. Für den Vergleich sind auch sein Alter und der Zweck seiner Haltung wichtig.

Zur Fütterung während der Mast erklärt der Beitrag zur Phasenfütterung, warum sich die Zusammensetzung des Futters mit dem Wachstum verändert.

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