Afrikanische Schweinepest

Afrikanischer Schweinepest vorbeugen

Die afrikanische Schweinepest ist eine durch das ASP-Virus verursachte Virenerkrankung, die Haus- und Wildschweine befällt. Sie verfügt über ein großes Ansteckungspotenzial und führt regelmäßig zum Tod der infizierten Tiere. Für Menschen und andere Tiere wie etwa Milchkühe ist die Schweinepest grundsätzlich ungefährlich. Für Mastbetriebe stellt sie jedoch ein enormes wirtschaftliches Risiko dar, da sie zur Dezimierung ganzer Schweinebestände führen kann. Bereits ein einziges infiziertes Tier kann des gesamten Bestand infizieren oder die vorsorgliche Schlachtung des Bestandes erforderlich machen, was auch die Auszahlung der Ringelschwanz-Prämie verhindert.

Erkrankungen erkennen

Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland zu verhindern, sind Erkrankungsfälle anzeigepflichtig. Tiere, die Symptome einer Erkrankung zeigen werden geschlachtet und rund um den Betrieb gelten strenge Schutzzonen mit Handels- und Transportverboten. Allerdings gestaltet sich das Erkennen einer Infizierung mit der Afrikanischen Schweinepest in der Praxis recht schwierig, da diese Form der Erkrankung kaum von der normalen Schweinepest unterschieden werden kann. Außerdem muss nach den verschiedenen Verlaufsformen differenziert werden. So zeichnet sich die perakute Verlaufsform dadurch aus, dass die Tiere innerhalb von fünf bis zehn Tagen nach der Infektion sterben, ohne zuvor typische Erkrankungssymptome gezeigt zu haben. Demgegenüber führt der akute Verlauf zu hohem Fieber über 40 Grad, Atembeschwerden, blutigem Durchfall und Rötungen im Bereich der Ohren, des Bauches und des Schwanzes.

Schweinemast & Schweinefütterung

Ein weniger intensives Auftreten dieser Symptome kann für das Vorliegen eines subakuten Verlaufs sprechen. In diesem Fall liegt die Mortalitätsrate deutlich niedriger und bewegt sich zwischen 30 40 Prozent. Chronische Verlaufsformen der Akuten Schweinepest sind dagegen sehr selten. In der Praxis ist es selbst bei der akuten Verlaufsform oft schwierig, die Symptome rechtzeitig zu erkennen, da sich in der Regel zunächst nur einzelne Tiere infizieren, die das Virus bis zum Erkennen der Erkrankung bereits weiter verbreitet haben können. Es empfiehlt sich deshalb, den Schweinebestand regelmäßig auf Krankheitssymptome hin zu überprüfen und beim geringsten Verdacht eine Ausschluss-Diagnostik im Labor durchführen zu lassen. Eine solche Untersuchung hat noch keine Konsequenzen für den Betrieb und gilt insbesondere nicht als Verdacht auf Afrikanische Schweinepest. Umgekehrt kann ein Unterlassen dieser Untersuchung jedoch dazu führen, dass der gesamte Bestand durch das Virus dezimiert wird.

Vorbeugung ist wichtig

Derzeit gibt es keinen Impfstoff gegen die Afrikanische Schweinepest und es ist auch nicht davon auszugehen, dass ein solcher in Zukunft erforscht werden wird. Dementsprechend müssen die Mastbetriebe selbst Vorsorge leisten und ihre Haltebedingungen so gestalten, dass die Ausbreitung des Virus möglichst zuverlässig verhindert wird. So wird das Virus in der Regel von Schwein zu Schwein übertragen, insbesondere der Kontakt von Schweinen mit dem Blut anderer Tiere muss vermieden werden. Darüber hinaus kann aber auch der Mensch als Überträger der Krankheit dienen. Arbeitskleidung und Hände sollten vor dem Umgang mit Schweinen deshalb gründlich desinfiziert werden.

Auf keinen Fall dürfen Küchenabfälle oder Fleisch- und Wurstwaren verfüttert werden, die aus Seuchengebieten importiert werden. Grundsätzlich sollte der Kontakt zu anderen Tieren und Menschen vermieden werden, das gilt insbesondere für Schweine in Freilandhaltung. Selbstverständlich kann auch eine grundsätzlich gute Stallhygiene die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest verhindern. Trotz all dieser Vorbeugungsmaßnahmen sollte jedoch regelmäßig auf verdächtige Krankheitsbilder geachtet und entsprechend reagiert werden.